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Audiovisionsklasse als Besucher im Essl Museum

23. November 2007

Die Audiovisionsklasse hat am 23.11. das Essl Museum in Klosterneuburg besucht. Die Ausstellung FOTO.KUNST
Zeitgenössische Fotografie aus der Sammlung Essl wurde eindrucksvoll vom Kurator Günther Oberhollenzer erläutert und hat einen großen Eindruck bei den SchülerInnen hervorgerufen.

Meinung vom Schüler MARVIN LINKE:
Nach einer relativ kurzen Anreise haben wir das „Essl Museum“ in Klosterneuburg erreicht. Der Museumsandrang hält sich in Grenzen aber wir (oder besser gesagt ich) hab trotzdem große Ansprüche an die Ausstellung.

Foto.Kunst
Galerie 01&02: OBJEKTIV BETRACHTET

Hier in den ersten zwei Räumen sind (wie der Titel bereits sagt) Bilder ausgestellt die objektiv betrachtet werden müssen. Die Bilder sind direkt oder indirekt manipuliert worden. Mit direkt und indirekt mein ich das es Bilder wie die von Andreas Gursky (Fußballspiel) gibt, die direkt am Computer manipuliert wurden und dann Bilder, wie die von Philip-Lorca di Corcia der seine Kamera irgendwo in New York aufstellt und jedmögliche Person fotografiert, so als ob sie geplant wären (die sie aber nicht sind). Diese Bilder haben mich sehr interessiert da Manipulation, meiner Meinung nach, uns dazu zwingt ein Ding von anderen Seiten zu betrachten und da sie dabei oft verborgen bleibt.

Galerie 04: INNEN/AUSSEN
Hier wird der große Aspekt der Architektur in der Fotografie bearbeitet. Mich persönlich haben die Bilder kaum beeindruckt bis auf das Foto von Thomas Struth der Tokio Großstadt. Die anderen Bilder waren zwar gut gestaltet aber mit etwas uninteressanten Objekten.

Galerie 05: EIGEN ART
Das Bild von Gilbert &George („Bloodmoney“) ist eine ziemliche unterhaltende Eigendarstellung mir vielleicht etwas zu schwulem Anhauch für das Bild (Nur auf dieses Bild bezogen). Amüsant sind auch die Eigenportraits von Tomoko Sawada in allen möglichen Altagssituationen.

Galerie 06: THE EXPOSED BODY
Ein sehr aufregender Raum war Galerie06, der die emotionale Darstellung über den menschlichen Körper in der heutigen Fotokunst zeigte. Auf dem Foto von Vanessa Beecroft werden die Zwänge des heutigen Modeldasein mit ihren Emotionslosigkeiten und linearen Lebenssichten ausgedrückt. Die Körperdarstellung in der Fotoserie von Sam Taylor-Wood zeigt eine Frau die auf zwei Stricken aufgehängt wurde, die dann wegretuschiert wurden und so eine Optische Täuschung vorgaukelte (vor allem mit dem Stuhl der keinen Schatten wirft). Hier waren die Bilder von Irina Polin amüsant (mit den in Szene gesetzten Barbiepuppen) auch wenn sie einen wahrscheinlich ernsten Hintergrund haben (diesen kann man wohl selbst interpretieren).

Galerie 07: GESCHICHTEN ERZÄHLEN
Hier sieht man die Fotografie, die Geschichten erzählt oder aber deutet, in jedoch künstlerisch dargestellter Art (im Gegensatz zu Nachrichtenfotos die ja auch Geschichten erzählen). Ganz markant macht das Tracey Moffatt die ihre Fotomodels vor handgemalte Hintergründe stellt und so eine Geschichte im Comicstil erzählt (mit jedoch ziemlich übertriebenen Kitsch). Ein starker Gegensatz dazu ist Gregory Crewdson der auf einem einzigen Bild ganze Bände über amerikanische Vorstadtgeschehnisse erzählt, indem er den Betrachter kleine Objekte gibt die so die selbst erfundene (interpretierte)Geschichte weiter ausschmücken und so weiter erzählen. Noch dazu mit imposanten Lichtefekten.

Mir persönlich hat die Ausstellung sehr gefallen. Vor allem die ersten zwei Räume haben mich sehr interessiert da ich Effekte sowohl in Fotografie als auch im Film sehr ansprechend finde.